„Time Stamp“ – Schule in Zeiten des Kriegs
Schule soll Kinder für das Leben vorbereiten. Doch wie verändert Krieg im eigenen Land den Alltag im Klassenzimmer? Dieser Frage widmet sich der Film Time Stamp der ukrainischen Regisseurin Kateryna Gornostai.
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Wie hat sich das Leben eines der einflussreichsten ukrainischen Intellektuellen seit dem Kriegsbeginn vor einem Jahr verändert? Im Porträt schildert Volodymyr Yermolenko sein Leben zwischen Philosophie und Autotransporten an die Front.
„Tótem“ – Zwischen Ritual und Zerstreuung
Mit ihrem Film Tótem hat die mexikanische Regisseurin Lila Avilés Bilder großer Intimität geschaffen, meint unsere Redakteurin Jana Glaese. Im Zentrum steht dabei die Frage, was bleibt, wenn ein Mensch geht.
Das Ideal der Intensität
Man kennt es aus Filmen und Romanen: Die Frage nach dem Lohn des Lebens stellt sich typischerweise erst im Rückblick. Als Abrechnung mit sich selbst und der Welt. Wenn das Dasein noch mal vor dem inneren Auge vorbeifliegt, wird biografisch Bilanz gezogen: Hat es sich gelohnt? War es das wert? Würde man alles wieder so machen? Dabei läge es viel näher, die Frage, wofür es sich zu leben lohnt, nicht so lange aufzuschieben, bis es zu spät ist, sondern sie zum Gradmesser von Gegenwart und Zukunft zu machen. Zum einen, weil sie so gegen spätere Reuegefühle imprägniert. Wer sich darüber im Klaren ist, was das Leben wirklich lebenswert macht, wird gegenüber dem melancholischen Konjunktiv des „Hätte ich mal …“ zumindest ein wenig wetterfest. Zum anderen ist die Frage als solche viel dringlicher geworden: In dem Maße, wie traditionelle Bindungssysteme an Einfluss verloren haben, also etwa die Bedeutung von Religion, Nation und Familie geschwunden ist, hat sich der persönliche Sinndruck enorm erhöht. Wofür lohnt es sich, morgens aufzustehen, ja, die Mühen des Lebens überhaupt auf sich zu nehmen? Was genau ist es, das einem auch in schwierigen Zeiten Halt verleiht? Und am Ende wirklich zählt – gezählt haben wird?
Mit Kindern über Krieg sprechen?
Kinderpsychologen geben Eltern Rat, wie sie ihrem Nachwuchs den Krieg erklären können. Doch warum sollten Eltern die Antwort kennen? Ein Plädoyer für das Philosophieren mit Kindern – nicht nur in Krisenzeiten.
Die Steppe dekolonisieren
Offiziell sind die zentralasiatischen Länder seit über 30 Jahren unabhängig. Doch haben sie sich wirklich von Moskau und anderen Mächten befreien können? Dieser Frage widmet sich eine neue Generation kasachischer und kirgisischer Forschender. Sie wollen ihre nomadische Vergangenheit, ihre Sprache und ihre Kultur wiederentdecken. Doch wie können sie es vermeiden, dabei in traditionalistische Muster zu verfallen? Eine Reportage.
„Des Teufels Bad“ – Mörderische Erlösung
Im 18. Jahrhundert begingen Menschen mittelbaren Suizid. Sie töteten Kinder, um dafür hingerichtet zu werden. Der ab heute im Kino zu sehende Film Des Teufels Bad widmet sich dieser grausamen Praktik und macht den Leidensdruck durch Gesellschaft und Religion deutlich.
Kulturanzeiger – Ausstellung: Save Land. United for Land
In unserem Kulturanzeiger stellen wir in Zusammenarbeit mit Museen ausgewählte Ausstellungen vor und binden deren zentrale Ideen durch weiterführende Artikel an die Philosophiegeschichte sowie aktuelle Debatten an. Diesmal im Fokus: Die Ausstellung Save Land. United for Land der Bundeskunsthalle und der UNCCD-G20 Global Land Initiative.
Michael J. Sandel: "Wir haben Angst vor der Idee des guten Lebens"
Michael J. Sandel ist der Rockstar unter Amerikas Moralphilosophen. Mit seinen Vorträgen füllt der Harvard-Professor ganze Stadien. Über YouTube fasziniert er ein Millionenpublikum weltweit. Das Denken des Rawls-Schülers kreist um die Frage, wie die voranschreitende Ökonomisierung der Gesellschaft unser moralisches Empfinden verändert – und zunehmend verarmen lässt