1826 verkündete Hegel das Ende der Kunst. Die Erfindung der Fotografie wenige Monate später gab ihm recht. Doch die Kunst konnte sich neuen Aufgaben zuwenden, sie konzentrierte sich fortan auf Stimmungen. Etwas Ähnliches könnte nun dem Denken bevorstehen, das durch KI an ein Ende gelangt.
In seinem jüngst erschienenen Buch Einsamsein blickt Daniel Haas auf ein Leben, das ihn immer wieder in die Einsamkeit verschlug: Suizid beider Eltern, Burn-Out, Drogenabhängigkeit. Was es bedeutet, trotz sozialer Eingebundenheit einsam zu sein, welche Rolle das eigene Milieu spielt und wie gefährlich reizvoll die Einsamkeit sein kann, erzählt der Autor im Gespräch.
Der Ausdruck „unsichtbare Hand“ stammt aus dem Denken von Adam Smith, einem bedeutenden Vertreter der schottischen Aufklärung, und ist ein zentrales Konzept des Wirtschaftsliberalismus: Er bezeichnet die Fähigkeit des Marktes, sich selbst zu regulieren. Aber hatte dieser Ausdruck für seinen Urheber nur eine wirtschaftliche Bedeutung?
Populistische Positionen verzeichnen zunehmend Aufschwung. Handelt es sich bei Populismus also um eine notwendige Strategie zur Politisierung oder um gefährliche Verkürzungen, die letztlich Gruppen gegeneinander in Position bringen? Darüber diskutierten die Politikwissenschaftlerin Julia Reuschenbach und die Politikerin Sahra Wagenknecht beim Philo-live! Festival.
Wer seine metaphysischen Krimis liest, blickt direkt in den Abgrund menschlichen Daseins. Für Dostojewski, der heute vor 145 Jahren gestorben ist, war das Gefühl der Schuld nie etwas Zufälliges, sondern die Grundlage aller Existenz selbst.
Vor 75 Jahren beginnt Nobelpreisträger Bertrand Russell die lukrative Arbeit an einer bebilderten Philosophiegeschichte: Bilder und Diagramme sollen Philosophie anschaulich vermitteln und Denker in Beziehung setzen. Doch auch die Werkgeschichte veranschaulicht ein Wesentliches der Philosophie: die ungleichen Machtbeziehungen, die oftmals hinter den Werken stehen.