Schafft die Familie ab!
Manches ist uns so vertraut, dass der Gedanke an Abschaffung schlichtweg absurd klingt. Anhänger:innen des Familien-Abolitionismus fordern das Ende der Kleinfamilie. Wie das gehen soll und was die Bewegung verspricht, erläutert Livia von Samson.
Philosophie Magazin +
Testen Sie Philosophie Magazin +
mit einem Digitalabo 4 Wochen kostenlos
oder geben Sie Ihre Abonummer ein
- Zugriff auf alle PhiloMagazin+ Inhalte
- Jederzeit kündbar
- Im Printabo inklusive
Sie sind bereits Abonnent/in?
Hier anmelden
Sie sind registriert und wollen uns testen?
Probeabo
Weitere Artikel
Was ist Abolitionismus, Herr Loick?
Was können wir lernen von einer philosophischen Strömung, die die Abschaffung der Polizei, von Gefängnissen und von Lagern für Geflüchtete fordert? Und was soll an die Stelle dieser Institutionen treten? Im Interview erläutert der Philosoph Daniel Loick einen Gegenentwurf zur derzeitigen Politik des Tötens.
Mystischer Abolitionismus
William Blakes geheimnisvolle Bilderwelt ist gleichermaßen spirituell wie revolutionär. Sie eröffnet den Blick auf die Fehlentwicklungen der Moderne und Möglichkeiten der Befreiung.
„Heute kann jeder ein Video drehen, auf dem ein Geist zu sehen ist”
Viele Phänomene kann der Wissenschaftler Walter von Lucadou auf physikalische oder psychologische Weise erklären. Manches wartet jedoch noch auf seine Erforschung
Abtreibung ist weder eine Frage von Pro-Life noch von Pro-Choice
Der Entschluss des Supreme Courts, das Grundrecht auf Abtreibung als ungültig zu erklären, ist nicht nur Ausdruck einer gesellschaftlichen Regression, sondern auch Zäsur in einem jahrelangen Streit zwischen Abtreibungsgegner*innen und -befürworter*innen.
Überwinde dein Wollen
Im nordindischen Bodhgaya soll Buddha zur Erleuchtung gelangt sein. Mittlerweile strömen zahllose Menschen aus dem Westen hierher, um durch die Vipassana-Meditation ihren inneren Frieden zu finden. Unser Reporter machte sich mit dieser asketischen Technik vertraut, die Entspannung und Kasteiung gleichermaßen verspricht
Maga durch Meta
Jüngst verbreitete der US-Präsident auf Twitter abermals absurde Verschwörungstheorien und teilte ein zwei Jahre altes Video eines Troll-Accounts. Es wirkt wie der Tiefpunkt eines notorischen Lügners. Doch warum wenden sich viele Wähler dennoch nicht von ihm ab? Weil es Trump und seinen Anhängern, so kann man mit Hannah Arendt erklären, überhaupt nicht um Sachaussagen geht, sondern um die Meta-Kommunikation zur Vermittlung eines politischen Programms.
Gibt es einen guten Tod?
Es ist stockdunkel und absolut still. Ich liege auf dem Rücken, meine gefalteten Hände ruhen auf meinem Bauch. Wie zum Beweis, dass ich noch lebe, bewege ich den kleinen Finger, hebe ein Knie, zwinkere mit den Augen. Und doch werde ich, daran besteht nicht der geringste Zweifel, eines Tages sterben und wahrscheinlich genauso, wie ich jetzt daliege, in einem Sarg ruhen … So oder so ähnlich war das damals, als ich ungefähr zehn Jahre alt war und mir vor dem Einschlafen mit einem Kribbeln in der Magengegend vorzustellen versuchte, tot zu sein. Heute, drei Jahrzehnte später, ist der Gedanke an das Ende für mich weitaus dringlicher. Ich bin 40 Jahre alt, ungefähr die Hälfte meines Lebens ist vorbei. In diesem Jahr starben zwei Menschen aus meinem nahen Umfeld, die kaum älter waren als ich. Wie aber soll ich mit dem Faktum der Endlichkeit umgehen? Wie existieren, wenn alles auf den Tod hinausläuft und wir nicht wissen können, wann er uns ereilt? Ist eine Versöhnung mit dem unausweichlichen Ende überhaupt möglich – und wenn ja, auf welche Weise?
Umkämpfte Gehirne – brauchen wir Neurorechte?
Die Fortschritte der Neurotechnologie könnten es in Zukunft ermöglichen, Gedanken zu überwachen und zu steuern. Manche fordern daher „Neurorechte“, die unsere „mentale Integrität“ schützen. Doch bei der Formulierung solcher Rechte stellen sich grundlegende philosophische Fragen über die Natur von Gehirn und Geist.
Kommentare
Ziemlich gute und gesunde Richtung. Schon alleine, weil Menschen kein Besitz sein sollten (dürfen), Menschen jedoch zu Besitz-Zwängen neigen: mein Kind, mein Irgendwas, ganz fest halten, nur nicht loslassen, mein, mein. In sogenannten Familien - nicht bloss kleinen - werden Menschen fast zu 100% nach willkürlichem Privatjustiz ab- hergerichtet, statt zu einem daSein in Freiheit vorbereitet. Statt Offenheit und umfangreichem Bildung - Wahlfreiheit braucht Wissen, braucht Alernativen - meist (auch geistige) Armut und das einprägen von willkürlichem Status- und Stammes-fühlchen und händelchen. Ergebnisses dieses ängstlichen von wissens-losigkeit getriebenen Besitz-Zwangs von uns Menschen sind permanente Unfrieden, Krisen, Kriege, Klima...
Menschen brauchen zum Wachsen hin zum Frieden, hin zu Freiheit und Freude: Offenheit, Transparenz, hohe Bildung in Gefühl und Info. Kein Engherzig und -geistiges klein-klein, mit mit Mutti und Vati als Erzieher. Von kleinGläubigkeit, Armut, Misstrauen und Ressentiment. Das Menschheit sollte dafür schnellstens sorgen, wir Selbst und unsere MitWelt hungert nach einem anderen Menschen!