Mit Bourdieu im Supermarkt
Die einen erkennen Rebsorten allein am Geruch, die anderen finden zielsicher das Tetra Pak, das am meisten knallt. Ist mit Bourdieu betrachtet nicht willkürlich, was wir als Hochkultur betrachten?, fragt sich unsere Autorin Marie Castner anhand persönlicher Erfahrungen.
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„Was Marielle weiß“ – Brauchen wir Lügen?
Wie viel Aufrichtigkeit verträgt eine Beziehung? In Was Marielle weiß, dem diesjährigen Berlinale-Beitrag von Frédéric Hambalek, wird diese Frage radikal auf die Probe gestellt, als Tochter Marielle durch telepathische Kräfte plötzlich jede Lüge aufdecken kann.
Bourdieu und der Habitus
Heute vor 23 Jahren verstarb der einflussreiche Soziologe Pierre Bourdieu, der sich in seinem Hauptwerk Die feinen Unterschiede dem „Habitus“ widmete. Eine Art Stallgeruch, der Einfluss auf die Eigen- und Fremdwahrnehmung eines Menschen hat.
Mit Bourdieu im Banlieue
Vor der Wahl am Sonntag mobilisieren einige französische Parteien mit Anfeindungen gegen die Bevölkerung der Banlieues ihre Wählerschaft. Anhand Pierre Bourdieus Theorien wird deutlich, dass das wahre Problem in der Architektur der Stadt versteckt liegt.
Onur Erdur: „Von den französischen Intellektuellen lernt man im Angesicht eines konkreten Unrechts zu philosophieren“
Tatsächlich ist die „French Theory“ weniger französisch als lange angenommen. So lautet die zentrale These in Onur Erdurs Buch Schule des Südens. Im Interview erläutert der Historiker und Kulturwissenschaftler, warum man Foucault, Bourdieu und Cixous am besten in algerischem Licht betrachtet.
Judith Butler und die Gender-Frage
Nichts scheint natürlicher als die Aufteilung der Menschen in zwei Geschlechter. Es gibt Männer und es gibt Frauen, wie sich, so die gängige Auffassung, an biologischen Merkmalen, aber auch an geschlechtsspezifischen Eigenschaften unschwer erkennen lässt. Diese vermeintliche Gewissheit wird durch Judith Butlers poststrukturalistische Geschlechtertheorie fundamental erschüttert. Nicht nur das soziale Geschlecht (gender), sondern auch das biologische Geschlecht (sex) ist für Butler ein Effekt von Machtdiskursen. Die Fortpf lanzungsorgane zur „natürlichen“ Grundlage der Geschlechterdifferenz zu erklären, sei immer schon Teil der „heterosexuellen Matrix“, so die amerikanische Philosophin in ihrem grundlegenden Werk „Das Unbehagen der Geschlechter“, das in den USA vor 25 Jahren erstmals veröffentlicht wurde. Seine visionäre Kraft scheint sich gerade heute zu bewahrheiten. So hat der Bundesrat kürzlich einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der eine vollständige rechtliche Gleichstellung verheirateter homosexueller Paare vorsieht. Eine Entscheidung des Bundestags wird mit Spannung erwartet. Welche Rolle also wird die Biologie zukünftig noch spielen? Oder hat, wer so fragt, die Pointe Butlers schon missverstanden?
Camille Froidevaux-Metteries Essay hilft, Judith Butlers schwer zugängliches Werk zu verstehen. In ihm schlägt Butler nichts Geringeres vor als eine neue Weise, das Subjekt zu denken. Im Vorwort zum Beiheft beleuchtet Jeanne Burgart Goutal die Missverständnisse, die Butlers berühmte Abhandlung „Das Unbehagen der Geschlechter“ hervorgerufen hat.
Sokrates fragt: Sophie Passmann
In unserem Format Sokrates fragt stellen sich Künstlerinnen und Künstler jenen Fragen, die auch Sokrates an seine Schüler hätte richten können. Diesmal antwortet die Autorin Sophie Passmann, deren Buch Komplett Gänsehaut heute erscheint.
In die Falle getappt
Das Paktieren der CDU mit der AfD sorgt landesweit für Empörung. Doch auch linke Parteien finden aktuell kein Mittel gegen rechten Populismus. Helfen könnte eine von Jürgen Habermas vorgeschlagene und zu Unrecht vernachlässigte Strategie.
Marie Luise Knott: „Das Lachen im Denken von Arendt hat einen Ursprung in Kafka“
Romane wie Der Proceß und Das Schloß zeigen die Abgründe von Bürokratie und Herrschaft. Und doch entdeckt Hannah Arendt bei Kafka etwas Utopisches. Wie das zu verstehen ist, erklärt Marie Luise Knott im Gespräch.