Hartmut von Sass: „Glauben ist wie eine Atmosphäre, die alles verändert“
Ein Atheist ist kein Ungläubiger, sondern ein Abweichler, bei dem der Glaube mitunter sogar besser aufgehoben ist, behauptet der Theologe Hartmut von Sass. Ein Gespräch über religiöse Atonalität, einen atmosphärischen Gott und das Handelsdefizit zwischen Theologie und Philosophie.
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Marokko - Von der Schwierigkeit, Atheist zu sein
Im Anschluss an den Arabischen Frühling strömten 2011 Zehntausende marokkanische Demonstranten auf die Straßen, um mehr Demokratie zu fordern. Unter ihnen zahlreiche Atheisten, die das Recht einklagten, die eigene Religion wählen zu können oder ungläubig zu sein. Doch trotz der Hoffnungen von damals bleibt Marokko, im Mai vom deutschen Bundestag als sicheres Herkunftsland eingestuft, grundlegend durch den Islam strukturiert. Wie schaffen es die dortigen Atheisten, in dieser Welt des Glaubens nicht zu glauben?
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Am 1. November 1755 legte ein Erdbeben nicht nur Lissabon in Trümmer, sondern erschütterte auch das Glaubensgebäude Europas bis in die Grundfesten. Kant und Voltaire stellten Gottes Güte infrage, eine religiöse Krise entbrannte, und Wissenschaft sowie Säkularismus gewannen an Boden.
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Früher war alles besser! Wirklich? Eine Frage, die durch das Erstarken rechtspopulistischer Parteien weltweit an Aktualität gewonnen hat.
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Auf Herausforderungen reagieren Menschen ganz unterschiedlich: Die einen stürzen sich sofort in Projekte, die anderen analysieren zunächst die Lage. Wiederum andere glauben, dass schon alles gut werde, und dann gibt es welche, die gegen alle Wahrscheinlichkeiten anrennen. Welcher Hoffnungstyp sind Sie?