Direkt zum Inhalt
Menu Top
    loginAnmelden shopping_basketHefte kaufen assignment_addAbonnieren
Navigation principale
  • Startseite
  • Impulse
  • Essays
  • Philo.live!
  • Gespräche
  • Hefte
  • Sonderausgaben
  • Philosophen
  • Begriffslexikon
  • Bücher
  • Kulturanzeiger
rechercher
 Philosophie Magazin - Impulse für ein freieres Leben
Menu du compte de l'utilisateur
    loginAnmelden shopping_basketHefte kaufen assignment_addAbonnieren
Navigation principale
  • Startseite
  • Impulse
  • Essays
  • Philo.live!
  • Gespräche
  • Hefte
  • Sonderausgaben
  • Philosophen
  • Begriffslexikon
  • Bücher
  • Kulturanzeiger
Tag - Body

Bild: Zoë Gayah Jonker (Unsplash)

Essay

Die Verletzlichkeit der Schlafenden

Clara Degiovanni veröffentlicht am 22 September 2023 3 min

Ob man mit verkrampfter oder glückseliger Miene schläft, Seufzer oder Wortfetzen von sich gibt – wenn die Wachsamkeit endet, fallen die sozialen Masken.

 

Im Zug nickt ein Fremder ein und beginnt zu schnarchen. Ein dünner Speichelfaden läuft aus seinem halb geöffneten Mund. Die gegenübersitzenden Fahrgäste werden in dieser Situation unterschiedlich reagieren: Einige werden verlegen wegschauen, gleichgültig sein oder so tun, als ob sie nicht da wären. Andere aber werden von einem seltsamen Anflug von Neugier gepackt werden und anfangen, den Schlafenden aus den Augenwinkeln anzuschauen, einfach nur, um ihn zu beobachten. Aber was wollen sie sehen?

Was uns am Schlaf eines Fremden, der mit unverhülltem Antlitz schläft, fasziniert oder beunruhigt, ist, dass er „sich nicht mehr in Acht“ nimmt, so der Philosoph Louis Lavelle. Seine Gesichtsausdrücke sind dann ein exakter Spiegel seiner Gefühle im Schlaf. Ist er ein glücklicher Träumer, dann wird er selig und wie „wundersam befreit von allen Sorgen seines Menschentums“ erscheinen. Ist er dagegen verärgert oder von einem schrecklichen Albtraum geplagt, wird sein Gesicht „von Ekel, Hass oder Verachtung zerfurcht“ sein, so Lavelle. In jedem Fall enthüllt sich der Schlafende, ja er stellt sich sogar selbst zur Schau. Weil er nicht mehr handelt, „sieht (man) ihn nicht mehr in dem, was er tut, sondern in dem, was er ist“. Sein beruhigter oder zerknirschter Gesichtsausdruck zeigt etwas von ihm selbst, einen Teil seiner tiefsten Identität.

 

Zerbrechlich und intim

Philosophie Magazin +

 

Testen Sie Philosophie Magazin +
mit einem Digitalabo 4 Wochen kostenlos
oder geben Sie Ihre Abonummer ein


- Zugriff auf alle PhiloMagazin+ Inhalte
- Jederzeit kündbar
- Im Printabo inklusive

Hier registrieren


Sie sind bereits Abonnent/in?
Hier anmelden


Sie sind registriert und wollen uns testen?
Probeabo

  • E-Mail
  • Facebook
  • Linkedin
  • Twitter
  • Whatsapp
Anzeige
Tag - Body

Weitere Artikel

Impulse
4 min

Schlaftourismus in der Müdigkeitsgesellschaft

Octave Larmagnac-Matheron 09 November 2022

Der Schlaftourismus ist auf dem Vormarsch, wie eine Reportage von CNN kürzlich zeigte. Doch handelt es sich dabei bloß um eine Modeerscheinung oder um das Alarmsignal einer übermüdeten Gesellschaft? Eine Spurensuche im Reich kollektiver Träume.

Schlaftourismus in der Müdigkeitsgesellschaft

Gespräch
12 min

Robert Pfaller und Paula-Irene Villa im Dialog: Wo liegt die Grenze des Sagbaren?

Nils Markwardt 15 März 2018

Kaum eine Frage wird derzeit kontroverser diskutiert: Ist rücksichtsvolles Sprechen Ausdruck des sozialen Fortschritts? Oder blockieren Sensibilitäten die demokratische Debattenkultur? Der Philosoph Robert Pfaller und die Soziologin Paula-Irene Villa über Verletzlichkeit, Political Correctness und die Macht der Worte.
 

Robert Pfaller und Paula-Irene Villa im Dialog: Wo liegt die Grenze des Sagbaren?

Impulse
8 min

Lob der Beunruhigung

Gerhard Weinberger 13 Januar 2025

Wenn es drunter und drüber geht, ist die richtige Welthaltung nicht Gelassenheit, sondern Unruhe. Nur sie verhilft uns zu jener Mischung aus Wachsamkeit und Offenheit, mit der wir Krisen meistern können. 

Lob der Beunruhigung

Artikel
4 min

Zwilling des Todes

Theresa Schouwink 22 September 2023

Schon immer wurden Schlaf und Tod miteinander in Verbindung gebracht. Das löst gegensätzliche Reaktionen aus: Für die einen ist der Schlaf der Feind der Lebensfülle, für die anderen ein Zustand glückseliger Ruhe. Darin zeigt sich das grundlegende Dilemma unseres Lebens.

Zwilling des Todes

Artikel
1 min

23. Türchen

Anne-Sophie Moreau 23 Dezember 2020

Von der Neuerscheinung bis zum Klassiker: In unserem Adventskalender empfiehlt das Team des Philosophie Magazins bis Weihnachten jeden Tag ein Buch zum Verschenken oder Selberlesen. Im 23. Türchen: Unsere Herausgeberin Anne-Sophie Moreau rät zu Ein Mann der schläft von Georges Perec (diaphanes, 112 S., 9,95 €)

23. Türchen

Gespräch
13 min

Ich Kanakin, du Kartoffel?

Wolfram Eilenberger 15 Januar 2015

Herkunft ist, was man daraus macht. Die deutsch türkische Rapperin Reyhan Şahin, alias Lady Bitch Ray, und der Schriftsteller Per Leo über Kopftücher als Masken, autoritäre Naziopas und den künstlerischen Kampf um eine eigene Identität


Artikel
9 min

Kann uns die Liebe retten?

Nils Markwardt 01 Juni 2017

Der Markt der Gefühle hat Konjunktur. Allen voran das Geschäft des Onlinedatings, welches hierzulande mit 8,4 Millionen aktiven Nutzern jährlich über 200 Millionen Euro umsetzt. Doch nicht nur dort. Schaltet man etwa das Radio ein, ist es kein Zufall, direkt auf einen Lovesong zu stoßen. Von den 2016 in Deutschland zehn meistverkauften Hits handeln sechs von der Liebe. Ähnlich verhält es sich in den sozialen Netzwerken. Obwohl diese mittlerweile als Echokammern des Hasses gelten, strotzt beispielsweise Facebook nur so von „Visual-Statement“-Seiten, deren meist liebeskitschige Spruchbildchen Hunderttausende Male geteilt werden. Allein die Seite „Liebes Sprüche“, von der es zig Ableger gibt, hat dort über 200 000 Follower. Und wem das noch nicht reicht, der kann sich eine Liebesbotschaft auch ins Zimmer stellen. „All you need is love“, den Titel des berühmten Beatles-Songs, gibt es beispielsweise auch als Poster, Wandtattoo, Küchenschild oder Kaffeetasse zu kaufen.


Artikel
11 min

100 Jahre Frantz Fanon

Friedrich Weißbach 20 Juli 2025

Der Psychiater und Autor von Schwarze Haut, Weiße Masken war ein Revolutionär. Im Lichte eigener Diskriminierungserfahrungen entwickelte er eine antikoloniale Theorie, die tiefliegende rassistische Strukturen aufzudecken vermag. Und zeigt, dass es einen radikalen Humanismus braucht.

100 Jahre Frantz Fanon

Artikel aus Sonderausgabe 26 Herbst 2023 Vorschau
Anzeige
Tag - Body
Hier für unseren Newsletter anmelden!

In einer Woche kann eine ganze Menge passieren. Behalten Sie den Überblick und abonnieren Sie unseren Newsletter „Denkanstöße“. Dreimal in der Woche bekommen Sie die wichtigsten Impulse direkt in Ihre Inbox.


(Datenschutzhinweise)

Jetzt anmelden!
Anzeige
Tag - Body

Fils d'ariane

  1. Zur Startseite
  2. Artikel
  3. Die Verletzlichkeit der Schlafenden
Philosophie Magazin Nr.Sonderausgabe 36 - März 2026
Philosophie magazine : les grands philosophes, la préparation au bac philo, la pensée contemporaine
Frühling 2026 Sonderausgabe 36
Vorschau
Philosophie magazine : les grands philosophes, la préparation au bac philo, la pensée contemporaine
Rechtliches
  • Werbung
  • Datenschutzerklärung
  • Impressum
Soziale Netzwerke
  • Facebook
  • Instagram
  • Twitter
  • RSS
Philosophie Magazin
  • Über uns
  • Unsere App
  • PhiloMag+ Hilfe
  • Abonnieren

3 Hefte frei Haus und PhiloMag+ Digitalzugang für nur 20 €

Jetzt ausprobieren!