Wandern. Die Wege der Gedanken

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Wer geht, sieht mehr, lebt länger – und denkt besser. Einsichten, die schon antike Philosophen mit heutigen Hirnforschern teilen. Tatsächlich ziehen sich das Denken im Gehen und das Nachdenken über das Gehen wie feine rote Fäden durch die Geschichte der Philosophie und der Literatur. Ob als Spaziergänger, Flaneure, Wanderer oder geistige Entdeckungsreisende – viele große Dichter und Denker schätzen das tägliche Gehen in Wäldern oder Städten, um auf neue Gedanken zu kommen. Die aktuelle Sondernummer des Philosophie Magazins begleitet sie auf ihren Gedankenreisen.

Mit Beiträgen von u.a. Kurt Bayertz, Gerd Kempermann, Frédéric Gros, Thea Dorn sowie Originaltexten von Henry David Thoreau, Jean-Jacques Rousseau, Walter Benjamin, Søren Kierkegaard, Friedrich NietzscheSimone de Beauvoir und vielen anderen.


iguala
„Gehen ist die Hälfte meines Metiers“

Warum das Gehen unersetzlich für die Inspiration ist, erklärt der berühmte französische Philosoph Michel Serres im Interview. „Nicht ich singe, wenn ich gehe; es singt innerlich.“

Bild: © BY CC 0.0 Ji-Elle


iguala
Die deutsche Seele wandert

Die Schriftstellerin und Philosophin Thea Dorn ist sich sicher: die deutsche Wanderlust und die Liebe zu Wald und Wiesen hat ihre Wurzeln tief in der Geschichte. Und sie lässt sich nur schwer politisch vereinnahmen.

Bild: © BY CC 3.0 Superbass


Ethik eines urbanen Nomaden

Lassen Sie das Auto stehen und gehen Sie zu Fuß! Pascal Bruckners Essay ist eine Ode an das langsame entschleunigte Gehen, das voller rauschhafter Abenteuer steckt, die dem autofahrenden Stadtmenschen verborgen bleiben.

Bild: © BY CC 2.0 isabella


Die einfachste Sache der Welt

Was ist das Wandern für Sie? Religiöse Einkehr, individuelle Sinnsuche oder politischer Protest? Florian Werner, Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, gibt einen Einblick in die Vielzahl der möglichen Dimensionen des Wanderns.

Bild: © BY CC 2.0 Vin Crosbie


kierkegaard
Kleine Anthropologie des Gehens

Der Philosoph Kurt Bayertz erklärt im Interview, wie der „aufrechte Gang“ von der Antike bis zur Neuzeit gedeutet wurde, nämlich als Symbol menschlicher Freiheit. Aber: „Diese Freiheit bezahlen wir mit dem Risiko des Sturzes.“

Bild: © BY CC 0.0 Universität Münster


 

ERSTE SCHRITTE

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  • Zitate
  • Symbol für die Freiheit des Menschen
    Gespräch mit Kurt Bayertz
  • Spaziergänger und Flaneure
  • Reisende und Entdecker
  • Pilger und Politiker
  • Gehirne sind zum Gehen da
    Gespräch mit Gerd Kempermann

 

WO
WIR GEHEN

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  • Zitate
  • In der Landschaft aufgehen
    Gespräch mit Frédéric Gros
  • Arbeitszimmer: draußen
    Henry David Thoreau
  • Überwältigend wild
    Alexis de Tocqueville
  • Naturträume
    Jean-Jacques Rousseau
  • Allgemeines Wandern
    Joseph von Eichendorff
  • Durch nasse Wiesen
    Georg Wilhelm Friedrich Hegel
  • Fanatische Wanderungen
    Simone de Beauvoir
  • Fürst der Straße
    Charles Baudelaire
  • Der Flaneur
    Walter Benjamin
  • Heimlicher Müßiggang
    Franz Hessel
  • Psychogeografie
    Die Kunst des Umherschweifens
    Alexandre Lacroix
  • Der Blick fürs Kleine
    Joseph Roth
  • No Car?
    Günther Anders
  • Ungetröstet und trostlos
    Theodor W. Adorno

WIE
WIR GEHEN

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  • Zitate
  • Ich gehe, also denke ich
    Gespräch mit Michel Serres
  • Flüchtiges festhalten
    Søren Kierkegaard
  • Keine überflüssigen Bewegungen
    Walter Benjamin
  • Ein totaler Vorgang
    Thomas Bernhard
  • Nie ohne Stock
    Adolph Freiherr von Knigge
  • Wer geht, sieht mehr
    Johann Gottfried Seume
  • Nicht wuseln!
    Honoré de Balzac
  • So gehen die Damen …
    Catherine Newmark
  • Heiteres Lustwandeln
    Karl Gottlob Schelle
  • Volkskunde des Reisens
    Georg Sand
  • Das deutsche Wandern
    Gespräch mit Thea Dorn
  • Der Wegweiser
    Wilhelm Müller
  • Kein Sport!
    Peter Handke
  • Die Abenteuer der Langsamkeit
    Pascal Bruckner
  • Lob des Spazierens
    Robert Walser

WARUM
WIR GEHEN

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  • Zitate
  • Gute Gründe zu gehen
    Florian Werner
  • Märsche zur Macht
    Vera Vorneweg
  • Im Wald der Widerstand
    Ernst Jünger
  • Verschollen bleiben
    Hans Jürgen von der Wense
  • Die Vormittagsseele
    Friedrich Nietzsche
  • Durchbruch ins Freie
    Otto Friedrich Bollnow
  • Die Vagabondage
    Isabelle Eberhardt
  • Promenadologie. Die
    Spaziergangswissenschaft
    Jule Hoffmann
  • Gott mit Stoppelbart
    Max Frisch
  • Die Zeit ertrinkt
    Thomas Mann
  • Kurzer Prozess
    Franz Kafka
  • Der Gang zur Erleuchtung
    Gespräch mit Alexis Lavis