Nr. 6 / 2019

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Das sensible Selbst — Sind wir zu empfindlich?

Die Sensibilisierung der Gesellschaft ist ein Zeichen von Fortschritt. Die Unantastbarkeit der Würde ist ihr Verdienst. Doch wie weit reicht das Recht, vor Verletzungen geschützt zu werden? Was können und müssen wir uns in einer liberalen Demokratie wechselseitig zumuten – und was nicht?

Mit Beiträgen unter anderem von Andreas Reckwitz, Sabine Hark, Wolfgang Ullrich, Ariadne von Schirach, Arnd Pollmann, Hilkje Charlotte Hänel, Klaus Walter und Judith Butler.


iguala
„Verletzungen bilden gesellschaftliche Strukturen ab“

Verwundbarkeiten sind eitel, zerstören die Debattenkultur? Die Philosophin Judith Butler widerspricht energisch – und plädiert dennoch dafür, an die Stelle des moralischen Vorwurfs wieder die Reflexion zu setzen.
Foto: © Brian L. Frank


Dialektik der Sensibilität

Die Sensibilisierung des Selbst ist der Motor des Fortschritts. Inzwischen aber schlägt die positive Kraft moderner Empfindsamkeit ins gerade Gegenteil um: Die Kultur der Sensibilität droht den sozialen Raum zu zerstören. Der Soziologe Andreas Reckwitz erläutert in seinem Essay die Gründe.
Foto: © Lukasz Wierzbowski


iguala
Die Grenzen des Zumutbaren

Darf man noch Michael Jackson hören? Sind Komplimente am Arbeitsplatz übergriffig? Brauchen wir mehr Safe Spaces? Diesen Fragen widmen sich Sabine Hark und Wolfgang Ullrich, Hilkje Charlotte Hänel und Ariadne von Schirach sowie Arnd Pollmann und Klaus Walter in drei Pro & Contras.
Foto: Joanna Legid (aus der Reihe der Fotografin„Words that hurt“) 


Außerdem im Heft:


iguala
„Der Ausnahmezustand ist zur Struktur des Regierens geworden“

Zu Weimarer Zeiten begünstigte der Ausnahmezustand die nationalsozialistische Herrschaft. Im Namen von Terrorbekämpfung und Überwachungsstaat kehre er heute wieder und stelle die Entrechtlichung auf Dauer: ein Gespräch mit dem italienischen Philosophen Giorgio Agamben.
Illustration: © Ariel Davis


Im falschen Körper?

Transsexuelle hadern mit ihrem angeborenen Geschlecht. In Teilen der Gesellschaft werden sie daher diskriminiert. Unsere Autorinnen Gloria Dell’Eva und Sandra Schmidt haben für ihre Reportage vier Transmenschen getroffen. Ihre Geschichten werfen ein neues Licht auf ein uns allen wohlvertrautes Konzept: Identität.
Foto: © Melody Melamed


iguala
Der Wille zur Weisheit

Über 50 Jahre war Erwin Huber in den höchsten Ämtern der CSU tätig. Schaffte es von ganz unten nach ganz oben und fiel tief. Heute studiert der 73-Jährige Philosophie und stellt sich mit Martin Heidegger die Sinnfrage.
Foto: Matthias Ziegler


kierkegaard
Sokrates und der Eros

In Platons „Gastmahl“, dem legendärsten Trinkgelage aller Zeiten, versuchen Athens Meisterredner das Wesen der Liebe, des Eros, zu fassen. Sokrates, Stargast des Gastmahls, klärte seine Zechkumpane vor 2400 Jahren auf. Sein Denken macht ihn bis heute zum unwiderstehlichsten unter allen Erotikern.
Illustration: Louvre, Paris, France/Bridgeman Images


Intro 

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  • Editorial
  • Beitragende
  • Inhalt

Arena

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  • Denkanstöße
  • Einwürfe
    30 Jahre Mauerfall / Brexit /
    Das Ende des sozialen Netzwerks /
    Erlass gegen Abtreibungsgegner
  • Sinnbild
  • Perspektive
    Giorgio Agamben:
    „Der Ausnahmezustand ist zur Struktur des Regierens geworden“
  • Fundstück
    Friedrich Engels:
    „Zur Wohnungsfrage“
  • Hausstreit
    Staat oder Individuum:
    Wer muss beim Klimaschutz vorangehen?
  • Dorn denkt
    Die neue Hörigkeit
    Kolumne von Thea Dorn

Leben

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  • Weltbeziehungen
    Lässt sich Liebe regeln? /
    Fokus für Fluchttiere /
    Ikigai 
  • Der Wille zur Weisheit
    Erwin Huber im Porträt
    Von Dominik Erhard
  • Lösungswege
    Haben wir einen freien Willen?
  • Im falschen Körper?
    Reportage über Transsexualität 
    von Sandra Schmidt und
    Gloria Dell’Eva
  • Unter uns
    Die Sache mit den Spaghetti
    Kolumne von Wolfram Eilenberger

Dossier 

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Das sensible Selbst

  • Resilienz versus Verletzlichkeit
    Von Svenja Flaßpöhler
  • Die Grenze des Zumutbaren
    Pro & Contra zu aktuellen Streitfragen
  • Dialektik der Sensibilität
    Essay von Andreas Reckwitz
  • Interview mit Judith Butler
    „Verletzungen bilden gesellschaftliche Strukturen ab“

Klassiker

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  • Sokrates und der Eros
    Essay von Kerstin Decker
  • Übersicht
    Was ist Kritische Theorie?
  • Zum Mitnehmen
    Kierkegaards
    „Schwindel der Freiheit“
    /
    Klassiker weltweit: Averroes
  • Menschliches, Allzumenschliches
    Comic von Catherine Meurisse

Bücher 

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  • Kurz und bündig
    Kolumne von Jutta Person
  • Buch des Monats
    „Grand Hotel Abgrund“
    von Stuart Jeffries
  • Jubiläum
    Herman Melville
  • Kolumne:
    Kolumne von Gert Scobel

Finale 

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  • Ästhetische Erfahrung
    Musik: „STUMM433“ /
    Kino: „Gelobt sei Gott“ von
    François Ozon /
    Ausstellung: Edvard Munch
  • Agenda
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