Nr. 3 / 2019

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Dossier: Was weiß mein Körper?

Der Leib? Nur ein Anhängsel der Seele. „Schwaches Fleisch“, das dem Geist gehorcht. So lehrten es über Jahrhunderte Philosophen und Theologen. Was den Menschen vom Tier unterscheide, das sei vor allem eines: sein Verstand. Doch birgt der Körper bei näherem Hinsehen selbst ein Wissen – ja sogar eine Weisheit. Denn ganz gleich, ob uns Gefahr droht, wir uns verlieben oder Erinnerungen aufrufen: Bisweilen scheinen Darm, Bauch oder Nase etwas zu erkennen, von dem der Verstand noch nichts ahnt. Wohnt in unseren Eingeweiden also eine „große Vernunft“, wie Friedrich Nietzsche behauptete? Und wie kann sie uns helfen, den Zumutungen der Gegenwart zu begegnen? 


Außerdem im Heft:


iguala
Abschied vom Schicksal

Eizellspende, Leihmutterschaft, Präimplantationsdiagnostik: Die Macht des Unverfügbaren nimmt ab. Und was verfügbar ist, ist nicht zu verbieten, sondern verantwortlich zu regeln. Der Bestsellerautor Bernhard Schlink plädiert für ein Recht, das die Autonomie des Menschen achtet.
Autorenfoto: © Alberto Venzago/Diogenes Verlag


Wer hat Angst vor dem Volk?

Bereits die Gründerväter der Demokratie hielten das Volk für dumm. Diese Erniedrigung macht den Populismus heute wieder groß. Besiegen kann ihn nur der Glaube an die Mündigkeit des Menschen. Ein Essay von Dieter Thomä.
Illustration: © Sébastien Thibault


iguala
Gibt es eine Alternative?

Klimawandel, Nationalismus, soziale Spaltung. Der Außendruck nimmt zu, doch die Politik steckt fest im Sachzwang. Der Bundesvorsitzende der Grnen Robert Habeck diskutiert mit der Philosophin Eva von Redecker über radikalen Wandel und eine gelungene Flucht nach vorn.
Foto: © Jens Passoth


„Die Idee der Liebe ist im Niedergang begriffen“

Die Liebe in Zeiten des Kapitalismus ist ihr Lebensthema. Hellsichtig analysiert die Soziologin Eva Illouz, wie sich Ökonomie und Romantik verbinden – und mit welchen Folgen. Ein Gespräch über Gefühle in Zeiten von Tinder. 
Foto: © Mathieu Zazzo


kierkegaard
Simone de Beauvoir und der Feminismus

Als 1949„Das andere Geschlecht“ erscheint, entfaltet sich umgehend dessen theoretische und gesellschaftliche Sprengkraft. Noch nie zuvor war die Situation der Frau so umfassend analysiert worden wie von Simone de Beauvoir. Im Heft erläutert Svenja Flaßpöhler die ungebrochene Aktualität der Denkerin.
Illustration: Eloïse Oddos, Bildvorlage: Albert Harlingue/Roger Viollet/Getty Images


Intro 

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  • Editorial
  • Ihre Frage
  • In eigener Sache:
    Tomi Ungerer
  • Leserbriefe

Zeitgeist 

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  • Sinnbild
  • Denkanstöße
  • Resonanzen
    Brexit: History is coming home / Klimaschutz: Ein Ende des Schreckens? / Wettrüsten: Ist die German Angst passé?
  • Hübls Aufklärung
  • Perspektive
    Wer hat Angst vor dem Volk?
    Von Dieter Thomä
  • Erzählende Zahlen
  • Porträt
    Klara Johanna Lakomy 
    Von Svenja Flaßpöhler

Horizonte

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  • Plädoyer
    Abschied vom Schicksal
    Von Bernhard Schlink
  • Dialog
    Gibt es eine Alternative?
    Eva von Redecker und Robert Habeck im Gespräch

Dossier 

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Was weiß mein Körper?

  • Ausdruck des Unbewussten
    Von Svenja Flaßpöhler
  • Das Fleisch ist wach
    Historisches Pro & Contra
  • Die große Vernunft des Leibes
    Reportage von Dominik Erhard und Nils Markwardt
  • „Das Zwerchfell besitzt rebellische Fähigkeiten“
    Gespräch mit Alexander Kluge
  • Ein gesunder Geist braucht keinen gesunden Körper!
    Essay von Marianna Lieder
  • Wie geht Leibsein?
    Gespräch mit dem Phänomenologen Gernot Böhme

Ideen 

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  • Das Gespräch
    Eva Illouz:  „Die Idee der Liebe ist im Niedergang begriffen“
  • Werkzeugkasten
    Lösungswege / Das Ding
    an sich / Die Kunst,
    recht zu behalten
  • Der Klassiker
    Simone de Beauvoir und der Feminismus
    + Sammelbeilage 
    „Das andere Geschlecht“ 

    (Auszüge)

Bücher 

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  • Buch des Monats
    Francis Fukuyama: 
    „Identität“
  • Thema:
    Das kranke Kollektiv
  • Scobel.Mag
  • Kolumne:
    Das philosophische Kinderbuch

Finale 

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  • Agenda
  • Comic
    Catherine Meurisse: Menschliches,
    Allzumenschliches
  • Lebenszeichen
    Von Tieren lernen:
    Der Delfin
  • Spiel / Impressum
  • Sokrates fragt
    Doris Dörrie