Nr. 2 / 2019

DIESE AUSGABE BESTELLEN

Dossier: Wie treffe ich eine gute Entscheidung?

Entscheidungen sind die Wegmarken des Daseins. Wer in die falsche Richtung geht, setzt sein Glück und seine Freiheit, vielleicht gar die gesamte Zukunft aufs Spiel. Umso drängender stellt sich die Frage, wie die richtige Wahl rechtzeitig zu erkennen wäre. Trifft eine gute Entscheidung, wer rational abwägt, alle Eventualitäten bedenkt, das Feld des Möglichen vermisst? Oder ist es gerade in hochkomplexen Zeiten wie unseren die Intuition, der wir vertrauen sollten? Vernunft versus Gefühl. Kopf versus Bauch. Eine Alternative, zu der sich eine dritte gesellt: Was, wenn gerade im Zögern und Zaudern die Chance wahrer Selbstbestimmung läge? Entscheiden Sie selbst.


Außerdem im Heft:


iguala
„Sobald man Teil der Lüge wird, ist man nicht ihr Opfer “

Um heutige Autokratien zu verstehen, muss man den bekanntesten Schriftsteller der Welt lesen: William Shakespeare. Ein Gespräch mit dem Literaturwissenschaftler Stephen Greenblatt über die Funktion von Fiktionen und die Geburt der Macht aus dem Drama.
Bild: © Derek Hudson/Getty Images


iguala
Die letzte Zigarette

Nicht mehr lange, dann hat sich die europäische Tabakkultur in Luft aufgelöst. Für Gesundheit und Umwelt ist das gut. Dennoch geht etwas verloren. Denn Rauchen war auch immer eine dreifach philosophische Übung: In spontanem Kommunismus, alternativer Zeitwahrnehmung und Ambiguitätstoleranz.
Bild: © CC-by 1.0 werner22brigitte


Verstehen statt vergelten?

Opfer und Täter von Gewaltverbrechen bleiben in der Regel allein mit ihrer Ohnmacht, ihrem Hass, ihrer Sprachlosigkeit. Was aber wäre, wenn man sie ins Gespräch bringt? Eine Reportage über Menschen, die den Versuch wagen, das Unbegreifbare zu begreifen.
Bild: © Phil Boorman/Getty Images


„Geflüchtete wurden zu Symbolen der Entfremdung“

Wie lässt sich das Selbstbestimmungsrecht von Staaten mit dem Recht der anderen vereinen? In Zeiten globaler Migration ist Seyla Benhabib die Philosophin der Stunde: Im großen Werkgespräch plädiert die Universalistin für einen realitätsgesättigten Kosmopolitismus.
Bild: © Malte Jäger


kierkegaard
Helmuth Plessner und die Gemeinschaft

Scharfsinnig und stilistisch virtuos wendet sich Helmuth Plessner in seinem 1924 veröffentlichten Werk „Grenzen der Gemeinschaft“ gegen den Wir-Kult und liefert damit die philosophisch-anthropologische Begründung für die Sphäre einer zivilisierten Öffentlichkeit.
llustration: Severin Scaglia, Bildvorlage: picture-alliance/dpa


Intro 

/

  • Editorial
  • Ihre Frage
  • Kinder fragen Tomi Ungerer
  • Leserbriefe

Zeitgeist 

/

  • Sinnbild
  • Denkanstöße
  • Resonanzen
    Gelbwesten: Frontaufhebung / Einsamkeit: Kunst des Alleinseins / Oscars: Identität ist Handarbeit / CRISPR: Interview mit Reinhard Merkel
  • Hübls Aufklärung
  • Perspektive
    „Sobald man Teil der Lüge wird, ist man nicht ihr Opfer“
    Gespräch mit Stephen Greenblatt
  • Erzählende Zahlen

Horizonte

/

  • Reportage
    Verstehen statt vergelten?
    Von Margot Hemmerich und  Charles Perragin
  • Analyse
    Die letzte Zigarette
    Essay von Nils Markwardt

Dossier 

 /

Wie treffe ich eine gute Entscheidung?

  • Kopf oder Bauch
    Von Nils Markwardt
  • Alles auf eine Karte?
    Philosophisches Pokerspiel
    Von Theresa Schouwink
  • Da geht’s lang!
    Reportage über moderne
    Entscheidungsassistenten
    von Dominik Erhard
  • Lob des Zauderns
    Essay von Alice Lagaay
  • Wer ist meine innere Stimme?
    Philipp Hübl diskutiert mit Mariana Leky 

Ideen 

/

  • Das Gespräch
    Seyla Benhabib fordert einen neuen Kosmopolitismus
  • Werkzeugkasten
    Lösungswege / Das Ding
    an sich / Die Kunst,
    recht zu behalten
  • Der Klassiker
    Helmuth Plessner und die Gemeinschaft

    + Sammelbeilage

Bücher 

/

  • Buch des Monats
    Eva Illouz: „Warum Liebe endet“
  • Thema:
    Älterwerden
  • Scobel.Mag
  • Kolumne:
    Das philosophische Kinderbuch
  • Dichter und Wahrheit:
    Judith Schalansky

Finale 

/

  • Agenda
  • Comic
    Catherine Meurisse: Menschliches,
    Allzumenschliches
  • Lebenszeichen
    Von Tieren lernen:
    Das Faultier
  • Spiel / Impressum
  • Sokrates fragt
    Fahri Yardim