Urlaub von Corona

Über das Pfingstwochenende rollte eine Reisewelle übers Land. Manche Ferienorte mussten sogar geschlossen werden. Das zeigt auch ganz unabhängig von der Pandemie: Der Tourismus zerstört sich zunehmend selbst. Ein Denkanstoß von Nils Markwardt.

Isolation als Kontrollverlust

Müsste man nicht gerade jetzt in Zeiten der Kontaktbeschränkungen besonders produktiv sein? Nein, denn was wir aktuell erleben, ist ein Mangel und kein Verzicht. Ein Denkanstoß von Josefine Berkholz.

Die neue Normalität

Für moderne Gesellschaften bedeutet die Pandemie den Beginn einer „großen Transformation“. In welche Richtung diese verlaufen wird, ist die zentrale politische Zukunftsfrage. Ein Essay von Nils Markwardt.

„Wir brauchen eine Politik des Lebendigen“

Die Corona-Krise bringt auch rassistische Reflexe zum Vorschein. Mal werden „die Chinesen“ stigmatisiert, mal der vermeintlich ansteckende „Andere“. Für den Philosophen Achille Mbembe sollte die Pandemie uns stattdessen dazu anregen, unsere Identität zu hinterfragen.

Der Schutz der Anderen

Durch die Corona-Krise sind wir zum gemeinwohlorientiertem Verhalten gezwungen. Das kann der Anfang für eine neue Form des Zusammenlebens sein. Ein Denkanstoß von Gernot Böhme.

Maskuliner Trotz

In dem Medien sind es vor allem Männer, die eine Lockerung des Lockdowns fordern. Das ist kein Zufall. Ein Denkanstoß von Philipp Hübl.

Das Entgleiten der Welt

Weltweit leiden Menschen psychisch unter der Corona-Krise. Kein Wunder: Die Situation gleicht strukturell einer Depression. Ein Denkanstoß von Theresa Schouwink.

„Es wird neue Antworten geben“

Die ökonomischen Folgen der Pandemie werden die der Finanzkrise voraussichtlich übersteigen. Im Interview erklärt der britische Publizist Paul Mason, warum aus ihnen ein neues Wirtschaftssystem entstehen kann und weshalb wir immer noch Marx lesen sollten.

Wer soll das bezahlen?

Zur Abfederung der Corona-Krise müssen sich Staaten derzeit massiv verschulden. Darauf darf keine neue Ära der Austerität folgen. Vielmehr braucht es neue Formen der Umverteilung. Ein Denkanstoß von Jule Govrin.

„Vertrauen braucht Optionen“

Die Corona-Krise schafft eine Ausnahmesituation, die unser Vertrauen auf eine harte Probe stellt. Doch gerade deshalb sei gegenüber der Politik auch ein gesundes Misstrauen nötig, meint der Philosoph Martin Hartmann im Interview.

Reisen im eigenen Zimmer

Anfang des 19. Jahrhunderts avancierte Xavier de Maistres Bericht aus der heimischen Quarantäne zum literarischen Bestseller. Heute liest er sich erstaunlich aktuell. Ein Denkanstoß von Emmanuel Alloa.

Wessen Freiheit?

Im Zuge der Corona-Pandemie erleben wir derzeit viele Einschränkungen. Aber ist das auch ein Freiheitsverlust? Kommt darauf an, ob wir ein quantitatives oder qualitatives Verständnis von Freiheit haben. Ein Denkanstoß von Claus Dierksmeier.

Utopischer Pragmatismus

In Krisenzeiten treten oft ideologische Weltverbesserungsreflexe zu Tage – doch am Ende passiert meistens: nichts. Warum also nicht direkt mit der Praxis anfangen? Ein Denkanstoß von Martin Gessmann.

Die Kunst der Quarantäne?

Vieles, was für gewöhnlich Lebensfreude verheißt, ist gerade nicht möglich. Grund genug, um mit Sören Kierkegaard über den Genuss in der Beschränkung nachzudenken. Ein Denkanstoß von Theresa Schouwink.

Chance der Neugeburt

Die Zukunft hängt von unserem Handeln ab. Der Soziologe Hartmut Rosa deutet die Corona-Krise mit Hannah Arendts Begriff der Natalität.

Sterben in Zeiten der Pandemie

Der Tod ist in der Corona-Krise so präsent wie lange nicht. Und doch ist unser Umgang mit ihm geprägt von Abwehr und Angst – mit schwerwiegenden Folgen. Ein Denkanstoß von Thomas Macho.

Die Tragik der Krise

Was zählt mehr: Jedes einzelne Menschenleben, die Regeneration der Natur, die wirtschaftliche Zukunft? Utilitarismus oder Deontologie? In seinem Denkanstoß entzieht Michael Hampe dieser Diskussionen den Boden.

Es wird Geister geben

Auch wenn Covid-19 irgendwann aus dem medialen Fokus verschwunden sein wird: die Toten bleiben. An der Frage, wie wir mit ihnen umgehen, entscheidet sich, welche Gesellschaft wir sein werden.

Trauen wir uns zu trauern

Beim Umgang mit der Corona-Pandemie bleibt für das Betrauern unseres Normalitätsverlusts kaum Zeit. Dabei könnte gerade das die politische Gemeinschaft stärken. Ein Denkanstoß von Stephanie Rohde.

Durch Verwundbarkeit verbunden

Die Coronakrise zeigt in aller Deutlichkeit: Soziale Fürsorge muss von der Verletzlichkeit des anderen ausgehen, nicht von der eigenen Immunität. Ein Denkanstoß von Sabine Hark.