„Was hat Tourismus mit gutem Leben zu tun?“

Trotz Pandemie fahren Millionen Menschen gerade in den Sommerurlaub. Der Historiker Valentin Groebner erklärt im Interview, warum wir in den Ferien einer Ego-Fiktion folgen, das Reisen seit je her auf ökonomischen Differenzen beruht und unser Bedürfnis nach Selfies gar nicht so neu ist.

Meer denken

Auch in Zeiten der Pandemie zieht es Millionen von Menschen zum Urlaub an die Küsten. Denn die See verspricht nicht nur Erholung, sondern in ihr spiegelt sich auch die menschliche Existenz. Eine kleine Philosophie des Meeres. Von Nils Markwardt.

Zukunftsträume eines Geistersehers

Ende des 19. Jahrhunderts wollte der Philosoph Carl du Prel den Spiritismus mit dem Geist der modernen Wissenschaft in Einklang bringen. Noch heute sind Medientheoretiker beflügelt von du Prel – höchste Zeit, den Spiritisten und sein Denken genauer zu betrachten.

Seiner Zeit voraus

Der Philosoph K.C.F. Krause ist hierzulande so gut wie vergessen. Völlig zu Unrecht. Denn von heute aus betrachtet, wirken viele seiner Positionen geradezu prophetisch. Ein Essay von Claus Dierksmeier.

„Wir spüren plötzlich alle anderen auf der eigenen Haut“

Die erhöhte Sensibilität sei auf den Imperativ „Sei ganz du selbst!“ zurückzuführen: In seinem neuen Buch „Die blitzenden Waffen“ plädiert Robert Pfaller für die Allgemeinheit der Form als Grundbedingung von Geselligkeit und Solidarität. Ein Gespräch über die Privatisierung des Geschlechts, die Leichtigkeit des „Als Ob“ und die Pseudo-Form der Corona-Etikette.

Die Macht des vorpolitischen Raums

Stadions und Clubs sind wegen der Pandemie geschlossen, Bars und Kneipen dürfen sich oft nur halb füllen. Gerade dadurch wird uns klar, wie wichtig sie für eine Gesellschaft sind. Ja, mehr noch: Sie sind entscheidend für die demokratische Debattenkultur. Ein Essay von Nils Markwardt

Kann Schlachten human sein?

Diese Frage steht nicht nur im Mittelpunkt des viel diskutierten Tierwohl-Labels. Sie betrifft alle, die Tiere lieben, aber trotzdem nicht auf ihren Verzehr verzichten wollen. Ein Besuch auf einem Schlachthof in Vermont

Gegen den Strich

Durch die „Black Lives Matter“-Bewegung wird weltweit über den Umgang mit Denkmälern diskutiert. Dabei braucht es vor allem Ambiguitätstoleranz – aber richtig verstanden. Ein Essay von Nils Markwardt.

Ausweitung der Kampfzone

Weltweit protestieren Menschen gegen rassistische Gewalt durch die Polizei. Ein Grund für diese findet sich auch in ihrer zunehmenden Militarisierung. Ein Denkanstoß von Nils Markwardt.

Die Maske als Ritual

Wer das Tragen seiner Mund- und Nasenbedeckung im Sinne George Batailles als Maskierungsritual versteht, kann darin eine lustvolle Überschreitung gesellschaftlicher Normen entdecken. Ein Denkanstoß von Theresa Schouwink.

Urlaub von Corona

Über das Pfingstwochenende rollte eine Reisewelle übers Land. Manche Ferienorte mussten sogar geschlossen werden. Das zeigt auch ganz unabhängig von der Pandemie: Der Tourismus zerstört sich zunehmend selbst. Ein Denkanstoß von Nils Markwardt.

Isolation als Kontrollverlust

Müsste man nicht gerade jetzt in Zeiten der Kontaktbeschränkungen besonders produktiv sein? Nein, denn was wir aktuell erleben, ist ein Mangel und kein Verzicht. Ein Denkanstoß von Josefine Berkholz.

Die neue Normalität

Für moderne Gesellschaften bedeutet die Pandemie den Beginn einer „großen Transformation“. In welche Richtung diese verlaufen wird, ist die zentrale politische Zukunftsfrage. Ein Essay von Nils Markwardt.

„Wir brauchen eine Politik des Lebendigen“

Die Corona-Krise bringt auch rassistische Reflexe zum Vorschein. Mal werden „die Chinesen“ stigmatisiert, mal der vermeintlich ansteckende „Andere“. Für den Philosophen Achille Mbembe sollte die Pandemie uns stattdessen dazu anregen, unsere Identität zu hinterfragen.

Der Schutz der Anderen

Durch die Corona-Krise sind wir zum gemeinwohlorientiertem Verhalten gezwungen. Das kann der Anfang für eine neue Form des Zusammenlebens sein. Ein Denkanstoß von Gernot Böhme.

Maskuliner Trotz

In dem Medien sind es vor allem Männer, die eine Lockerung des Lockdowns fordern. Das ist kein Zufall. Ein Denkanstoß von Philipp Hübl.

Das Entgleiten der Welt

Weltweit leiden Menschen psychisch unter der Corona-Krise. Kein Wunder: Die Situation gleicht strukturell einer Depression. Ein Denkanstoß von Theresa Schouwink.