Nr. 6 / 2013

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Dossier: Wie werde ich (ein bisschen) freier?

Demokratie, Wohlstand, Toleranz: Wir leben in einer Gesellschaft, die freier kaum sein könnte. Dennoch fühlen wir uns ständig eingeengt, fremdbestimmt, unter Zwang. Wie ist dieser Widerspruch zu erklären? Sind es gerade die unüberschaubaren Möglichkeiten, die uns hemmen? Oder fehlt uns einfach der Mut, sie beim Schopfe zu packen?

Totale Freiheit mag eine Illusion sein. Aber wie sähe ein wahrhaft selbstbestimmtes Leben heute aus? Und welchen Beitrag kann die Philosophie leisten, wenn es darum geht, den Weg in eine freiere Existenz zu finden?

Mit Beiträgen von Thea Dorn, Svenja Flaßpöhler, Byung-Chul Han, Alexandre Lacroix, Juliane Rebentisch, Gerhard Roth und Ariadne von Schirach


Was macht Fußball schön?

Fußball ist der populärste Mannschaftssport unserer Zeit. Doch worin liegt die besondere Attraktivität des Spieles? Trainerlegende Volker Finke und der Sportphilosoph Gunter Gebauer im Dialog über die Ästhetik des Kurzpasses, androgyne Helden und die falsche Dogmatik des Jogi Löw.
Bild: „Millerntor“ © CC-by deggert07


Wie viel Heidegger steckt in den Grünen?

Ökologische Sorge, erdnahe Nachhaltigkeit, fundamentale Technikkritik – zentrale Motive des Freiburger Meisterdenkers Martin Heidegger prägen auch das Selbstverständnis der Grünen. Was hat es mit dieser Wahlverwandtschaft auf sich? Und weist sie gar den Weg in ein schwarz-grünes Europa?
Eine Spurensuche von Hans Ulrich Gumbrecht
Bild: „Le Jour ni l’Heure“ © CC-by Renaud Camus


Jan Assmann: Es gibt keine wahre Religion

Ägypten ist die eigentliche Wiege der europäischen Kultur, monotheistische Religionen neigen zur Gewalt, der Holocaust wird die Religion der Zukunft. Der Ägyptologe Jan Assmann gehört zu den führenden und thesenstärksten Kulturtheoretikern unserer Zeit. Gespräch mit einem Mann, dessen Gedächtnis mehr als 6000 Jahre in die Vergangenheit reicht.
Bild: „Jan Assmann“ © CC-by-SA 2.0 fr Rama


Der Klassiker: Goethe —
Leben heißt genießen

In seinen lebenslangen naturphilosophischen Studien suchte Goethe einen Mittelweg zwischen Naturalismus und Idealismus, der auch für heutige Problemstellungen wichtige Impulse enthält. Goethe verkörperte eine Lebensklugheit und geistige Wachheit, die den Weg in ein freieres Werden weisen können.
Bild: © CC-by Maha



Intro

  • Leser fragen
    Babara Bleisch antwortet
  • Tomi Ungerer
    erklärt Kindern die Welt
  • Leserbriefe

Zeitgeist

  • Sinnbild
  • Radar
  • Dialog
    Was macht Fußball schön?
    Mit Volker Finke &
    Gunter Gebauer
  • Pro & Contra
    Gibt es eine moralische Pflicht, sein Kind impfen zu lassen?
  • Spurensuche
    Wie viel Heidegger steckt in den Grünen?
    Von Hans Ulrich Gumbrecht
  • Lockerungen
    Was will das dritte Geschlecht?
    Von Robert Pfaller
  • Plädoyer
    Erfindet euch neu!
    Von Michel Serres
  • Brauchen wir ergonomische Spaten?
    Von Markus Krajewski

Dossier:
Wie werde ich (ein bisschen) freier?

  • Intro
    Von Wolfram Eilenberger
  • Wir können auch anders
    Eine Überblick
    Von Johannes Winter
  • Mein Asuweg
    Kommentiert von Juliane Rebentisch
  • Raus aus dem Käfig!
    Von Svenja Flaßpöhler
  • Wann fühlen wir uns frei?
    Gerhard Roth erklärt
  • Wie frei willst du mich haben?
    Mit Alexandre Lacroix & Ariadne von Schirach
  • Freiheit, die wir meinen
    Byung-Chul Han & Thea Dorn im Streitgespräch

Die Philosophen

  • Das Gespräch
    Mit Jan Assmann
  • Beispielsweise
    Augustinus und der Streich
  • Was soll das?
    Mit Martin Heidegger
  • Der Klassiker
    Goethe – Gestalte dein Werden!
    Mit Beiträgen von Fritz Breithaupt, Marianna Lieder, Gerhard Roth und Rüdiger Safranski
  • +Sammelbeilage:
    Goethe – Die Erschließung der Natur
    Mit Eckart Förster

Bücher

  • Buch des Monats
    Kurt Flasch:
    Warum ich kein Christ bin. Bericht und Argumentation
  • Thema
    In der Bilderhöhle – Philosophen über das Kino
    Von Marianna Lieder
  • Scobel.Mag
  • Im Verhör
    Mit Jürgen Wiebicke

Finale

  • Agenda
  • Comic
  • Spiele
  • Das Gare ist das Wahre
    Gemista Platonika
  • Sokrates fragt
    Corinna Harfouch