Nr. 5 / 2017

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Dossier: Will ich zu viel oder zu wenig?

Unsere gesamte Lebensweise beruht auf dem Imperativ des Mehrwollens. Gerade in Alltag und Beruf führt dieser Wille oft zu einer dauerhaften Selbstüberforderung. Die Lust am Leben wird so gemindert anstatt gesteigert. Aus beglückender Fülle werden Leere und Angst. Der Fall scheint also klar: Wer weniger will, wird seltener enttäuscht, ist entspannter und lebt also zufriedener. Das Wollen selbst ist die Wurzel allen Unglücks, wie Denker von der Stoa bis zu Schopenhauer behaupten. Doch ist es wirklich so einfach? Ist es nicht gerade die Suche nach mehr Intensität, die unserem Leben erst Spannung und Sinn gibt? Wie sähe eine selbstbestimmte Existenz aus, die sich nicht zu früh zufrieden gibt, ohne sich permanent zu überreizen?
Ein Dossier auf der Suche nach dem dritten Weg.

Mit Impulsen unter anderem von Tristan Garcia und Beate Rössler.


iguala
Emmanuel Carrère –„Empathie war meine Rettung“

Das Werk des großen französischen Schriftstellers Emmanuel Carrère
changiert zwischen Roman, Autobiografie und philosophischer Meditation.
Ein Gespräch über die Hölle der Ironie, russischen Wahnsinn und
das Reich Gottes in unserer Mitte.
Bild: © CC-by-SA 3.0 Dimitry Rozhkov


Rechts vom System

Über Jahrzehnte lag das revolutionäre Potenzial links. Mittlerweile ist es eher im Lager der Rechtspopulisten zu vermuten. Aus welchen geistigen Quellen schöpfen die Vordenker der Neuen Rechten? Und was treibt sie wirklich an? Eine Deutschlandreise der anderen Art.
Bild: © CC-by 2.0 JouWatch


Die Geduld des Leoparden

Tief in der Bergwelt Kirgistans lebt eine der scheuesten Kreaturen des Globus. Der Philosoph Baptiste Morizot hat sich auf die Suche nach dem Schneeleoparden gemacht und erfuhr eine erhabene Geduld in sich, zu der wir Menschen genau wie die großen Raubtiere imstande sind.
Bild: © CC0 1.0 Max Pixel


kierkegaard
Thoreau und der amerikanische Traum

Henry David Thoreau, dessen Geburtstag sich am 17. Juli 2017 zum 200. Mal jährt, ist der amerikanische Philosoph par excellence. Sein Denken sucht den alten Widerstreit mit seinem Land. Dieter Thomä legt im Beiheft frei, inwieweit Thoreaus patriotische Kampfschrift „Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat“ gerade heute jedem wahren Amerikaner aus der Seele sprechen muss.
Illustration: © Séverine Scaglia


Intro

  • Editorial
  • Ihre Frage
  • Kinder fragen Tomi
    Ungerer
  • Leserbriefe

Zeitgeist

  • Sinnbild
  • Denkanstöße
  • Resonanzen
    Problemfall Brexit: Verrückter Weltgeist?
    Terrorangst:
    Stoisch sein reicht nicht
    Mythos Ballermann: Soziologe Sacha Szabo im Gespräch
  • Hübls Aufklärung
    Die neue Kolumne
    Von Philipp Hübl
  • Das Phänomen 
    Macron — und was es bedeutet
  • Erzählende Zahlen
    Die Kolumne von Sven Ortoli

Horizonte

  • Reportage
    Rechts vom System
    Die Köpfe hinter AfD und Pegida
    Von Philipp Felsch
  • Expedition
    Die Geduld des Leoparden
    Durch die Wildnis Kirgistans
    Von Baptiste Morizot

Dossier:
Will ich zu viel
oder zu wenig?

  • Das Toni-Erdmann-
    Dilemma
    Von Wolfram Eilenberger
  • Mein Wille geschehe?
    Historisches Pro & Contra
  • „Intensität ist
    der neue Besitz“
    Interview mit Tristan Garcia
  • Wir wollen
    mehr — aber wovon? 
    Konsum, Arbeit und Demokratie: Widersprüche in der modernen Gesellschaft
    Von Nils Markwardt
  • „Authentisch handelt,
    wer sich mit seinen Wünschen identifiziert“
    Interview mit Beate Rössler

Ideen

  • Das Gespräch
    Emmanuel Carrère
  • Werkzeugkasten
    Lösungswege / Gedanken
    von anderswo / Die Kunst,
    recht zu behalten
  • Der Klassiker
    Thoreau und der

    amerikanische Traum
    + Sammelbeilage:
    „Über die Pflicht des
    Ungehorsams gegen
    dan Staat“ (Auszug)

Bücher

  • Buch des Monats
    „Terror“
  • Thema
    Wahrheit und Lüge
  • Scobel.Mag
  • Die Philosophie-Magazin-
    Bestenliste
  • Sommerempfehlungen der
    Redaktion: Ferien vom
    Über-Ich

Finale

  • Agenda
  • Comic + Spiele
  • Lebenszeichen
    Von Tieren lernen:
    Der Specht / Das Ding an
    sich / Impressum
  • Sokrates fragt
    Florian Schroeder