Nr. 3 / 2018

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Dossier: Einfach leben. Warum ist das so kompliziert?

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Einfach leben, das klingt so leicht. Nach Gelassenheit, geistiger Weite. Nach einer Existenz, die ihre Freiheit in der Beschränkung findet. Nach Balance, Übersicht, Halt. Doch wer versucht, ein solches Dasein auf Dauer zu stellen, scheitert schnell an den Realitäten des Alltags – und auch an sich selbst. Wie verzichten in einer Welt, die permanent Neues anpreist? Wie ausgeglichen sein, wenn Verlangen und Lust – ganz zu schweigen von den Ansprüchen der anderen – die innere Ruhe permanent stören? Die Philosophie zeigt drei Wege zum einfachen Leben auf: Erst die Übung führt uns zur Leichtigkeit. Das Geheimnis einer erfüllten Existenz ist die Leere. Das Wesentliche zu sehen, setzt Selbsterkenntnis voraus. Askese, Minimalismus, Authentizität: Einfachheit beginnt in uns.


Außerdem im Heft:


iguala
„Die deutsche Kultur ist ein Netz aus Ähnlichkeiten“

Thea Dorn differenziert, wo andere sich nicht trauen. Im neuen Buch der Bestsellerautorin „Über Deutschland“ fragt sie, wie sich das Spezifische der deutschen Kultur ohne Blut-und-Boden-Ideologie denken lässt. Ein Gespräch mit einer der streitbarsten Intellektuellen unserer Zeit.
Bild: Maria Sturm


Silicon Sowjets. Vom russischen Utopismus zum Tech-Kapitalismus

Google, Amazon und Co entdecken das Unternehmen Unsterblichkeit. So wie knapp 100 Jahre zuvor eine Gruppe sowjetischer Denker. Die Schriften dieser kommunistischen Philosophen und die Utopie des Silicon Valley weisen erstaunliche Parallelen auf.
Illustration: Julien Pacaud


„Frauen sind die großen Verliererinnen der sexuellen Revolution“

Die gegenwärtige Debatte um sexualisierte Gewalt zeigt, dass wir über die Revolution der 1960er-Jahre neu nachdenken müssen: Das ist die überraschende These von Eva Illouz. Die Soziologin und Philosophin über Weiblichkeit als Ware, #metoo und die Möglichkeit einer neuen Erotik.
Bild: Maurice Weiss/Ostkreuz


kierkegaard
Wo liegt die Grenze des Sagbaren?

Kaum eine Frage wird derzeit kontroverser diskutiert: Ist rücksichtsvolles Sprechen Ausdruck des sozialen Fortschritts? Oder blockieren Sensibilitäten die demokratische Debattenkultur? Der Philosoph Robert Pfaller und die Soziologin Paula-Irene Villa im Streitgespräch über die Macht der Worte.
Bild: Florian Rainer


kierkegaard
Derrida und die Dekonstruktion

Was wir als Identität begreifen, so lautet die bahnbrechende These Derridas, ist ein nachträglicher Effekt unseres sprachlichen Gebrauchs. Wenn wir also Zeichen anders verwenden, ihre Bedeutungen aufbrechen, verändern wir die Wirklichkeit: Genau dies ist das Versprechen der Dekonstruktion.
Illustration: Bertrand Sallé, Bildvorlage: Jacqueline Salmon/Artedia/Leemage/picture-alliance


Intro

  • Editorial
  • Ihre Frage
  • Kinder fragen Tomi Ungerer
  • Leserbriefe

Zeitgeist

  • Sinnbild
  • Denkanstöße
  • Resonanzen
    Fahrverbot: Der Diesel in uns/
    Amoklauf in Florida: Freiheit der Furcht / Verteilungskämpfe:
    Streit um Essen
  • Hübls Aufklärung
    Diesmal: Kein Abgrund
  • Perspektive
    Eva Illouz: „Frauen sind die
    Verliererinnen der sexuellen
    Revolution“
    Erzählende Zahlen
    Die Kolumne von Sven Ortoli

Horizonte

  • Analyse
    Silicon Sowjets
    Von Nils Markwardt
  • Dialog
    Wo liegen die Grenzen
    des Sagbaren?
    Streitgespräch mit
    Paula-Irene Villa und Robert Pfaller

Dossier:
Einfach leben —
warum ist
das so kompliziert?

  • Wege in die Komplexitätsreduktion
    Von Svenja Flaßpöhler
  • Die Leichtigkeit des Seins: 
    Askese, Minimalismus,
    Authentizität
  • Verzicht mit Maß
    Reportage von Philipp Felsch
    aus dem Benediktinerkloster
    im bayerischen Ettal
  • Woran erkennt man das
    Wesentliche?
    Interview mit Gernot Böhme
  • Die Kunst der Einfachheit
    Barbara Vinken und Hilal
    Sezgin
    im Dialog

Ideen

  • Das Gespräch
    Thea Dorn
  • Werkzeugkasten
    Lösungswege / Das Ding
    an sich / Die Kunst,
    recht zu behalten
  • Der Klassiker
    Derrida und
    die 
    Dekonstruktion
    + Sammelbeilage:
    „Brief an einen japanischen
    Freund“ (Auszüge)

Bücher

  • Buch des Monats
    Wolfram Eilenberger:
    „Zeit der Zauberer“
  • Jubiläum: 1968
  • Scobel.Mag
  • Kolumne:
    Das philosophische
    Kinderbuch
  • Thema:
    Rechtsphilosophie

Finale

  • Agenda
  • Comic
    Neu im Heft: Catherine
    Meurisse: Menschliches,
    Allzumenschliches
  • Lebenszeichen
    Von Tieren lernen: Der Hase / Spiel / Impressum
  • Sokrates fragt
    Bernd Begemann