Nr. 3 / 2013

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Dossier: Sind wir dafür geschaffen, in Paaren zu leben?

Es gibt keine Sehnsucht, die tiefer in uns sitzt: Die Liebe des Lebens zu finden, ist auch in modernen Gesellschaften noch das große Ideal. Je mehr Freiheiten wir haben, je flexibler wir werden, desto drängender wird der Wunsch nach Wärme, Geborgenheit, Halt. Gleichzeitig aber steigen die Scheidungsraten, wird das Single-Dasein in Großstädten zur Normalität: Ist der Mensch überhaupt gemacht für das Glück zu zweit? Wie verträgt sich sein Streben nach Autonomie und Lustmaximierung mit Hingabe und Rücksichtnahme? Ist das Paar ein überkommenes Beziehungsmodell – oder die letzte Utopie unserer Zeit?

Mit Impulsen von Ferdinand Fellmann, Svenja Flaßpöhler, Julia Fischer, Eva Illouz, Brigitte Kronauer, Wilhelm Schmid, Wolfgang Schmidbauer und anderen.


Jenseits der Leitkultur: Philosophische Perspektiven für eine plurale Gesellschaft

In der Integrationsdebatte herrscht eine Lagerbildung entlang zweier Kampfbegriffe: „Multikulti oder Leitkultur?“ Doch was steckt philosophisch hinter dem Begriff des Multikulturalismus? Hat er politisch noch eine Zukunft?
Von Eva Marlene Hausteiner
Bild: © CC BY-ND 2.0 Juan Verni


Europa baut das Superhirn

Das menschliche Bewusstsein gilt als größtes Rätsel der Wissenschaft. Mit einem Forschungsetat von über einer Milliarde Euro soll es dem Human Brain Project nun gelingen, die Komplexität unseres Gehirns per Computer zu simulieren. Doch heißt „simulieren“ auch verstehen? Und lässt sich Bewusstsein überhaupt künstlich erzeugen? Von Philipp Hübl
Illustration: © Mark Mayers


Daniel Kahneman:
„Intuitionen führen uns in die Irre!“

Im Jahr 2002 erhielt er den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften, ohne jemals eine Vorlesung in diesem Fach besucht zu haben. Daniel Kahneman, der Begründer der Verhaltensökonomik, über falschen Optimismus, absurde Wirtschaftsmodelle und den Kampf zweier Systeme in uns allen.
CC BY-SA 2.0 nrkbeta


Der Klassiker:
Montaigne – Das Genie der Selbsterkenntnis

An der Schwelle von der Renaissance zur Moderne wird der adli-
ge Lebemann aus Südfrankreich zum bis heute prägenden Vor-
bild des europäischen Intellektuellen. In seinem Erkenntnisdrang ist er
niemand anderem verpflichtet als der eigenen Urteilskraft.
Illustration: © Séverine Scaglia



Intro

  • Leser fragen
    Babara Bleisch antwortet
  • Tomi Ungerer
    erklärt Kindern die Welt
  • Leserbriefe

Zeitgeist

  • Sinnbild
  • Radar
  • Pro & Contra
    Suizidassistenz legalisieren?
  • Aufklärung
    Viele Denker führen nach Rom
  • Forum
    Jenseits der Leitkultur
    Von Eva Marlene Hausteiner
  • Lockerungen
    Von Robert Pfaller
  • Analyse
    Europa baut das Superhirn
    Von Philipp Hübl
  • Brauchen wir glückliche Gabeln?
    Von Markus Krajewski

Dossier:
Sind wir dafür geschaffen, in Paaren zu leben?

  • Glanz und Elend des Paarlebens
    Eine Übersicht
    Von Martin Duru
  • Natürlich zu zweit?
    Mit Ferdinand Fellmann & Julia Fischer
  • Das überforderte Paar
    Eine Diagnose von Eva Illouz
  • Die Sehnsucht nach Einheit
    Mit Wolfgang Schmidbauer
  • Zwei sind einer zu wenig!
    Von Svenja Flaßpöhler
  • Gibt es das Glück als Paar?
    Brigitte Kronauer und Wilhelm Schmid diskutieren

Die Philosophen

  • Das Gespräch
    Mit Daniel Kahneman
  • Beispielsweise
    Nelson Goodman und der Rembrandt
  • Was soll das?
    Xunzi
  • Der Klassiker:
    Montaigne – Das Genie der Selbsterkenntnis

    Mit Henning Ritter
    + Sammelbeilage:
    „Über die Wechselhaftigkeit unseres Handelns“
    Mit Antoine Compagnon


Bücher

  • Buch des Monats
    Hans Belting:
    Faces – Eine Geschichte des Gesichts
  • Thema
    Marianna Lieder über Jacques Derrida
  • Scobel.Mag
  • Im Verhör
    Mit Jürgen Wiebicke
  • Das erste Mal
  • Im Glitzerwarenparadies
    Von Daniel Schreiber


Finale

  • Projektionen
    Mit Florian Henckel von Donnersmarck
  • Agenda
  • Comic
  • Spiele
  • Sokrates fragt
    Max Raabe