Die Existenzialisten. Lebe deine Freiheit

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Sie lebten in freien und unkonventionellen Beziehungen, sie waren cool und anti-bourgeois, und sie planten die kommende Revolte im Zigarettenrauch von Pariser Cafés: die französischen Existenzialisten, Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir und Albert Camus, waren stilbildend nicht nur für das Bild des Philosophen und öffentlichen Intellektuellen, sondern auch überaus einflußreiche Vordenker der sozialen Emanzipationsbewegungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Mit zahlreichen Originaltexten und Beiträgen von
u.a. Peter Trawny, Alice Schwarzer, Sarah Bakewell


iguala
„Mehr als eine Modephilosophie“

Das Sonderheft veröffentlicht erstmals Hannah Arendts pointierte Einführung in den „Französischen Existenzialismus“ von 1946 auf Deutsch: „Es wäre ein billiger Irrtum, diesen neuen Trend in Philosophie und Literatur für bloß eine weitere kurzlebige Mode zu halten“.

Bild: © BY CC 2.0 Royohei


iguala
Wagnis der Freiheit

Kann der freie Selbstentwurf eines Individuums gelingen, obwohl die Welt voller Zwangslagen ist? Jean-Paul Sartre entwickelt seine Idee der absoluten persönlichen Freiheit aus den Erfahrungen des Kriegs und der Besatzung heraus und weitet sie zusammen mit Beauvoir in der Folge auf die Möglichkeit und Notwendigkeit gesellschaftlicher Befreiungskämpfe aus.
Bild: ©


„Die Welt ist absurd“

Die Welt ist absurd und sinnlos. Aber Selbstmord ist keine Option. André Comte-Sponville beschreibt Camus‘ Revolute und Auflehnung gegen diese Welt, seine Ablehnung jeglicher Hoffnung – und wie er doch letztlich zu einer Form von Zustimmung gelangt.

Bild: © BY CC 2.0 DietrichLiao


Von der Revolte zur Aktion

Die Auflehnung gegen eine sinnlose Welt kann im Trotz münden, in der persönlichen Befreiung – oder aber in der politischen Aktion. Der existenzialistische Ruf zur Verantwortungsübernahme und zum politischen Engagement ist bis heute einflussreich und gerade angesichts der derzeitigen politischen Lage von erneuter Aktualität.
Bild: ©


kierkegaard
„Der Feminismus steht auf Beauvoirs Schultern“

Die seit Jahrzehnten einflußreichste Feministin Deutschlands, Alice Schwarzer, erinnert sich an ihre Freundschaft zu Simone de Beauvoir und erklärt, wie die gesamte Frauenbewegung von deren Ideal der Freiheit und Gleichheit geprägt wurde und warum „Das andere Geschlecht“ noch heute aktuell ist.

Bild: © Johannes Eisele


Intro

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  • Editorial
  • Denker / Impressum
  • Literatur
  • Vorläufer und Nachfolger
    Schaubild
  • Drei Leben
    Chronologie
  • Von Berlin nach Paris
    Gespräch mit
    Frédéric Worms
  • Hannah Arendt
    Französischer Existenzialismus
    [Erstmals auf Deutsch]

Ursprung Angst

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  • Ohne Trost
    Zitatseite
  • Ekel in den Händen
    Jean-Paul Sartre
  • Kierkegaards Einsicht:
    Das Prinzip der Verzweiflung
    Dominique Kuezle
  • Heideggers Vermächtnis:
    Wir sind in die Welt geworfen
    Peter Trawny

Wagnis der Freiheit

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  • Sprung in die Freiheit
    Karl Jaspers
  • Leben im Trotz
    Hannah Arendt
  • Das Seinsloch
    Jean-Paul Sartre
  • Sartres Weg
    zur Selbstbefreiung
    Hans-Martin
    Schönherr-Mann
  • Von der Unaufrichtigkeit
    Jean-Paul Sartre
  • Camus:
    Von der Revolte in die Versöhnung
    André Comte-Sponville
  • Mord ohne Motiv
    Albert Camus
  • Unschuldig
    Jean-Paul Sartre
  • Der kleine Schwarze
    Barbara Vinken
  • Eine Nacht in Paris
    Simone de Beauvoir
  • Zur Pose verkommen
    Karl Jaspers
  • Am Beispiel des Kellners
    Brithe Mühlhoff
  • Das Schicksal der anderen
    Simone de Beauvoir
  • Fremd ist die Welt und absurd
    Albert Camus

Gegen die Welt

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  • 1940: Das besetzte Paris
    Simone de Beauvoir
  • 1944: Republik des Schweigens
    Jean-Paul Sartre
  • 1945: Die Atombombe
    Albert Camus
  • 1948: Spanische Diktatur
    Albert Camus
  • 1955: Algerien
    Albert Camus
  • 1956: Einmarsch in Ungarn
    Simone de Beauvoir
  • 1968: Vietnamkrieg
    Simone de Beauvoir
  • 1968: Studentenrevolte
    Simone de Beauvoir
  • 1971: Frauenbewegung
    Simone de Beauvoir

Von der Revolte zur Aktion

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  • Ein Ende setzten
    Albert Camus
  • „Jeder Selbstmord braucht Mut“
    Gespräch mit Roland Quilliot
  • „Sartre wollte einen modernen Marxismus“
    Gespräch mit
    Vincent von Wroblewsky
  • Verhütung ist Freiheit
    Simone de Beauvoir
  • „Der Feminismus steht auf Beauvoirs Schultern“
    Gespräch mit Alice Schwarzer
  • Das gewählte Geschlecht
    Catherine Newmark
  • „Niemand kann ein perfekter Existenzialist sein“
    Gespräch mit Sarah Bakewell